Laicht der Seelachs in der Ostsee?

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    • Laicht der Seelachs in der Ostsee?

      Moin zusammen,

      u.a. @Nordlicht hatte ja über den Fang kleinerer Seelachse berichtet. Seelachse in Größen von 40cm bis 50cm fangen wir ja mittlerweile schon fast regelmäßig und sind nicht ungewöhnliches mehr. Aber kleine Seelachse um die 20cm? Da stellt man sich natürlich schon die Frage, ob die in der Ostsee laichen und aufwachsen.Normalerweise laicht der Seelachs ja in der nördlichen Nordsee und im Nordatlantik. Da ich ja immer neugierig bin, habe ich mal beim Thünen-Institut nachgefragt.

      Die Antwort lautet, dass Seelachse sich in der Ostsee nicht fortpflanzen können. Es kommt aber regelmäßig zu Einwanderungen von Seelachsen aus der Nordsee (meist Jungfische), die dann in der Ostsee abwachsen und von Anglern und Fischern gefangen werden.

      Also, auch geklärt...
      Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!


      SEA2
    • Lars S-H schrieb:

      Moin zusammen,

      u.a. @Nordlicht hatte ja über den Fang kleinerer Seelachse berichtet. Seelachse in Größen von 40cm bis 50cm fangen wir ja mittlerweile schon fast regelmäßig und sind nicht ungewöhnliches mehr. Aber kleine Seelachse um die 20cm? Da stellt man sich natürlich schon die Frage, ob die in der Ostsee laichen und aufwachsen.Normalerweise laicht der Seelachs ja in der nördlichen Nordsee und im Nordatlantik. Da ich ja immer neugierig bin, habe ich mal beim Thünen-Institut nachgefragt.

      Die Antwort lautet, dass Seelachse sich in der Ostsee nicht fortpflanzen können. Es kommt aber regelmäßig zu Einwanderungen von Seelachsen aus der Nordsee (meist Jungfische), die dann in der Ostsee abwachsen und von Anglern und Fischern gefangen werden.

      Also, auch geklärt...
      Moin Lars
      Du musst dich doch jetz Langweilen
      Weißt du auch aus welchen Gründen die Seelachse nicht in der Ostsee Laichen evt.der Salzgehalt wäre mal gut zu Wissen :---
      Gruß Peter smilie winke
      - Wer glaubt, Ostseesangeln sei einfach, denkt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten -

      Dagegen2 Fla1
      anglerdemo.de
    • Langeweile ist nicht, bin mit Vollgas im Aufbautraining und das ist tatsächlich schwieriger und schmerzhafter als erwartet ;( . Jedes Grad Beugung ist hart erkämpft...

      Zum Deiner Frage.

      Ich habe jetzt keinen Fachmann gefragt, meine aber mich an einen Bericht zu erinneren, dass es tatsächlich mit dem Salzgehalt zusammenhängt, aber auch mit den Wassertiefen und der Wassertemperatur. Die thermohaline Zirkulation beeinflusst ja Salzgehalt und Wassertemepratur im Nordatlantik. Durch die Klimaerwärmung verändert sich ja aktuell der Einfluss des Golftsroms im Nordatlantik und so ist auch der Seelachs (Köhler) dort gefährdet. Um die Folgen des veränderten Golfstroms ging es damals in dem Bericht und die Folgen durch das Abschmelzen der Polkappen sind in ihren Auswirkungen für uns in Europa tatsächlich gravierend- wenn es denn wirklich so kommen sollte und nicht nur Panikmache ist. So sicher bin ich mir da nicht, auch wenn es immer wärmer wird... Möchte aber jetzt keine Diskussion über die Klimaerwärmung auslösen, sondern beim Thema bleiben.

      Der Seelachs bevorzugt für sein Laichgeschäft Wassertiefen von 100 bis 200 Meter mit einer Temperatur um die 6° Celsius und einem hohen Salzgehalt, das kann die Ostsee nicht bieten. Das mit dem Salzgehalt können wir Angler sicherlich auch bestätigen, denn in der Regel ist der Seelachs erst nach den größeren Salzwassereinbrüchen zum Beispiel 2014 in der Ostsee verstärkt zu fangen. Auch da spielt ja die Klimaerwärmung und der veränderte Golfstrom eine Rolle. Der sich abschwächende Golfstrom sorgt für eine Zunahme der Westwinde und für eine Abnahme der Ostwindlagen im Winter (also warme Winter mit Tiefdruckgebieten). Wir benötigen jedoch ein starkes Hochdruckgebiet mit östlichen Winden, die das brackige Oberflächenwasser aus der Ostsee rausdrücken und anschließend einen Sturm aus Nordwest, der salzreiches Wasser durch den Skagerrak in die Ostsee drückt. Die Ostwindlagen in den Wintermonaten haben aber abgenommen, so dass die Ostsee immer mehr versüsst. Das ist schlecht für die Fische. Durch die Westwindlagen haben wir auch mehr Niederschläge und durch die Flüsse kommt noch mehr Süßwasser in die Ostsee, also doppelt schlecht.

      Ich glaube mit Seelachsnachwuchs in der Ostsee wird das so schnell nichts...
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      SEA2
    • Moin Lars,

      ich habe ja am Freitag auch 2 kleine Seelachse von ca. 20 cm gefangen.

      Aus welchem Jahrgang sind die denn? Und wann sind sie dann wohl in die Ostser gespült worden? Die Expertem kennen doch die großen Salzwasserschübe, die in die Ostsee gelangt sind.

      Und auch wenn sich die Seelachse nicht bei uns vermehren können, ich hatte das mit der Temperatur und dem Salzgehalt auch schon mal gelesen, ich freue mich auf eine spannende Seelachsangelei in den nächsten Jahren vor Fehmarn. :thumbup:
      Ahoi, Tom smilie winke


      Große Haken, große <°}))))>{


      SEA2
    • Richtig Tom,
      ich hoffe auch ,daß wir da noch viel Spaß bekommen werden.
      Ich finde wir sollten mal forenintern diskutieren,ab welcher Größe wir die Seelachse zu fassen bekommen,sind ja auch unheimlich glitschig ,die Kameraden und sollen nicht als Fischstäbchen enden. :rolleyes: :D
      Liebe Grüße
      Christoph ;)
    • Manchmal ist es doch ein Vorteil wenn man ein paar Jährchen mehr mit sich rumschleppt, denn Köhler in der Ostsee ist eigentlich nichts neues, aber vielleicht etwas Spezielles.
      Warum?
      Wer vor vielen Jahren mit der MS Gudrun von Eckernförde auf Dorsch fuhr, darauf aber die Fänge nicht besonders gut waren, dann hatte der Kapt. Mahrt immer noch etwas in der Hinterhand.
      Vor Damp waren 2 Bohrinseln. Er fuhr uns dann zwischen die Inseln und dort standen immer Köhler, aber keine kleinen Fische sondern schon sehr gute.
      Warum die ausgerechnet dort standen weiß ich nicht, aber es war so.
      Gruß
      Heinrich
    • Vor gut 20 Jahren habe ich auch vor Langeland an zwei Stellen regelmäßig Köhler gefangen. Dann war dort plötzlich nichts mehr zu holen und Köhler/ Seelachs war eigentlich vergessen. Zumindest bis ich 2013 oder 2014 innerhalb von 30 Minuten 13 Stück zwischen 50 und 60cm vor Dahme gefangen habe. Aber es ist halt nur Beifang. Ich weiß gar nicht, ob es bestimmte Stellen gibt, an denen man regelmäßig welche vor Fehmarn fängt.

      Ich weiß von Tauchern, dass es beim Docktor häufig Ansammlungen gibt und hatte da auch letztes Jahr im Sommer gute Echos im Mittelwasser, jedoch ohne nennenswerten Erfolg.
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      SEA2
    • Ich glaube,das Problem ist doch, daß man die Seelachse auf dem Echolot nicht von anderen Schwärmen unterscheiden kann.Die Seelachse die auf den Kuttern gefangen werden sind meist Zufallsfänge,die beim Absinken des Köders oder beim Reinholen beißen.Oft kann man auch beobachten,wie Seelachse gerade von unerfahrenen Anglern gefangen werden,die noch keine Dorsche in ihrer Kiste haben.Das liegt dann oft daran,daß diese Angler ohne Absicht im Mittelwasser fischen.In Norwegen bekommen auf unseren Booten die Angler ,beim Seelachsangeln vom Bootsführer ständig die Wassertiefe und die Tiefe des Seelachsschwarmes angesagt.In unserer Nähe stehen manchmal Boote mit pilkenden Anglern,die kaum Fische fangen.Die pilken dann auf dem Grund,weit unter dem Schwarm und wundern sich,daß es bei uns so gut läuft.In der Ostsee sind die Schwärme zu klein und nicht als Seelachse zu erkennen,darum sind sie vor uns relativ sicher,wir fangen sie nur vereinzelt und jeder Ostseeseelachs ist uns tausendmal mehr wert, als sein Kollege in Norwegen. :D :thumbup:
      Liebe Grüße Christoph ;)
    • Passend dazu gibt es Video auf einer DVD der Fisch und Fang das war glaube ich so um Februar. In dem Video geht es um Guidingstouren in der Kieler Förde. Dort wurde gezielt auf Seelachs gefischt. Es wurden in dem Video zwei Seelachse gefangen. Angeblich hat der Inhaber des Bootes seine Angelart an den Köhler angepasst.

      Es wurde mit 30 gr Snaps gefischt die am Boot runtergelassen wurden und dann so 10-15 schnelle Kurbelumdrehungen wieder Hochgekurbelt und dann wieder runter zum Grund absinken lassen. Das dann immer wieder. Irgendwann hatte man den Winkel den man braucht und so wurden welche gefangen. So die Aussage des Skippers.

      Ich habe Pfingsten und Himmelfahrt das probiert, habe aber nicht mal einen Dorsch als Beifang gehabt so wie im Video.

      Aber im Sommer in größeren Tiefen bei den Wracks vor Klausdorf werde ich das nochmal probieren.
      Gruß Jochen
      ------------------------------
      Fla1
      anglerdemo.de
    • Das ist die einzige Möglichkeit,Wenn ich etwas auf dem Echolot sehe,was Seelachse sein könnten,lasse ich den Köder auf den Grund absinken,,mache 3 Pilkbewegungen,kurble 5 Meter hoch,mache 3 Pilkbewegungen,usw.,bis zur Wasseroberfläche.Das mache ich maximal 2x.Wenn nix beisst,sind keine Seelachse da. :D
      LG
      Christoph ;)