Anglerdemo- Aktuelles

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    • Ich behaupte einfach einmal, dass der Angler, der häufig an der Ostsee ist, nicht auf Laichdorsche angelt oder einen Laichdorsch auch aus Vernunft zurück setzt. Der Angeltourist, der einmal im Jahr an die Ostsee kommt, der möchte natürlich gern einen anständigen Fang verbuchen. Und er wird auch auf einen Kutter gehen, der zur Laichzeit entsprechend rausfährt. Die Kutterbetreiber haben hier natürlich auch entsprechendes Klientel, dass ihnen ihre Existenz sichert.
      Da treffen halt zwei Dinge zusammen.

      Ich fahre einmal im Jahr für 10 Tage auf die Sonneninsel. Davon sind vllt 5 Tage Angeln angesagt... Wenn ich da 25 Dorsche fangen würde, wäre ich überglücklich. Doch soviel werden es nicht! Aber selbst wenn ich 50 Dorsche fangen würde, hätte ich sicherlich weniger, als jemand, der direkt an der Ostsee wohnt, womöglich selbst ein Boot hat und 4x im Monat rausfährt!

      Wie soll man eine gerechte Quote hinkriegen, bzw. eine Quote, die allen gerecht wird?
      Am besten wäre natürlich keine Quote. Aber davon müssen wir uns wohl verabschieden, weil unsere Lobby keine ist!

      Meiner Meinung nach kann eine Tagesfangquote nicht oder nur sehr schwer kontrolliert werden. Und am 32%igen Rückgang der Kutterangler sieht man, dass kaum noch jemand Interesses hat, 40 Euronen für max. 5 Dorsche zu bezahlen. Auch wenn er bisher immer nur 4 Dorsche gefangen hat, so hat er immer die Hoffnung, mal den Eimer voll zu bekommen. Aber wem man die Hoffnung nimmt....!!!

      Fast überall müssen Fangbücher geführt werden. Das ist sicher ein unangenehmes Kontrollinstrument und jeder penible Fischereiaufseher könnte hier sehr unangenehm reagieren, aber so eine Art der Fangbegrenzung würde weiterhin viele Angeltouristen an die Ostsee locken, ohne die Quote zu überschreiten.
      Um den Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten, könnte es zwei verschiedene 'Fangquotenbücher' geben.

      1. Der Jahresschein
      20 Euro für ein ganzes Jahr und 120 Dorsche.
      2. Der Monatsschein
      5 Euro für ein Monat und max 20 Dorsche

      Die Zahlen sind nur ein Beispiel. Aber 120 Dorsche pro Jahr wären rein rechnerisch 10 / Monat und für den Eigenbedarf m.E. nach ausreichend.
      Auch wenn ich nur einmal im Jahr für 10 Tage an die Ostsee fahre, so kann es auch sein, dass ich ein zweites Mal fahre oder mal einen Tag zwischendurch.
      Von daher würde ich die 20 Euro gern bezahlen.
      Würde als 10 Euro mehr zahlen, als jetzt, dessen Mehreinnahmen aber auch sinnvoll einsetzen müsste.
      Der Angeltourist, der nur einmal im Jahr Urlaub macht, der wäre auch zufrieden. Natürlich könnte man 10 Euro sagen, aber dann dann zahlt er eher 20 und wenn er richtig gut ist und sein eigenes Boot mitbringt, dann zieht er in den 2 Wochen mehr als nur 'Eigenbedarf' raus!

      Ob dies den Anglern missfällt oder wie auch immer....wenn es tatsächlich um den Bestandsschutz gehen soll, dann wäre dies eine vernünftige Maßnahme. Und anhand der Fangbücher erhält man auch korrekte Zahlen.
    • AddiHH schrieb:

      Der Angeltourist, der einmal im Jahr an die Ostsee kommt, der möchte natürlich gern einen anständigen Fang verbuchen. Und er wird auch auf einen Kutter gehen, der zur Laichzeit entsprechend rausfährt. Die Kutterbetreiber haben hier natürlich auch entsprechendes Klientel, dass ihnen ihre Existenz sichert.
      Da treffen halt zwei Dinge zusammen.
      Weil es vielen Anglern/ Menschen nicht zusagt, werde ich mir nicht elauben, darüber zu urteilen! Der eine sichert dadurch seine Existenz, der andere möchte große Dorsche fangen. Ja, das passt zusammen. Dürfen wir das asu ideologischen Gründen verwerflich finden und darüber urteilen? Fakt ist, dass die Fänge der Freizeitischerei in der Laichzeit definitiv nicht Schuld sind am schwachen 2015'er Jahrgang. Nur aus diesem einen Grund - der schwache 2015'er Jahrgang - haben wir ein Baglimit und diskutieren über ein Laichzeit.

      Ich streue mal einen Gedanken dazu ein. Seit 2014 hat die EU die Möglichkeit die Freizeitfischerei zu kontrollieren. Hier kam das erste Mal der Dorsch in der westlichen Ostsee ins Spiel- nämlich dass die Anglerfänge sehr hoch sind. Man müsste die Angler regulieren, dann könnte man die Quotenkürzung bei den kommerziellen Fischern erträglicher halten. Es könne nicht sein, dass Angler fangen dürfen so viel sie wollen, aber Berufsfischer nicht. Das war 2014, nachweislich! Als ich zu diesem Zeitpunkt ein Baglimit öffentlich erwähnte wurde ich belächelt.... 2015 hatten wir dann einen schwachen Jahrgang beim Dorsch und das baglimit wurde ganz schnell eingeführt. Die Quotenkürzung bei der kommerziellen Fischerei fiel erträglicher aus... Das wir ohne Ende 2015' er Dorsche fangen - die es ja nicht gibt - und beim Fischsterben in Kiel und Eckernförde laut Ausagen von Freunden (und deren Fotos nach zu urteilen) 90% der toten Dorsche vermutlich genau aus diesem Jahrgang stammen, mcht die Sache mit dem extrem schwachen Jahrgang für mich nicht glaubhafter. Das ist aber nur meine persönliche Einschätzung und eine Darstellung wie das alles abgelaufen ist.

      AddiHH schrieb:

      Der Angeltourist, der einmal im Jahr an die Ostsee kommt, der möchte natürlich gern einen anständigen Fang verbuchen.

      Ich fahre einmal im Jahr für 10 Tage auf die Sonneninsel. Davon sind vllt 5 Tage Angeln angesagt...

      Aber 120 Dorsche pro Jahr wären rein rechnerisch 10 / Monat und für den Eigenbedarf m.E. nach ausreichend.
      Auch wenn ich nur einmal im Jahr für 10 Tage an die Ostsee fahre, so kann es auch sein, dass ich ein zweites Mal fahre oder mal einen Tag zwischendurch.


      Der Angeltourist, der nur einmal im Jahr Urlaub macht, der wäre auch zufrieden.


      Ich habe aus Deinem Beitrag mal ein paar Textpassagen kopiert und ein paar Punkte rot dargestellt! Wird es deutlich worauf ich hinaus will? Das unterscheidet uns! Ich kann mit einem Baglimit von 5 Dorschen gut leben. Fange ich eh selten und 5 sind für mich ausreichend. Aber ich bin doch nicht die Welt! Ich kämpfe für Fairness und Gleichbehandlung, ja, ich kämpfe für unser Hobby. Wenn wir nicht kämpfen, werden wir bald nicht mehr angeln. Da geht es nicht darum, ob mir persönlich eine Regelung in den Kram passt oder auch nicht.

      AddiHH schrieb:



      Ob dies den Anglern missfällt oder wie auch immer....wenn es tatsächlich um den Bestandsschutz gehen soll, dann wäre dies eine vernünftige Maßnahme. Und anhand der Fangbücher erhält man auch korrekte Zahlen.
      1. Fangbücher und zusätzliche Kosten würden weitere Touristen abschrecken und vermutlich noch mehr Angler nach Polen (oder auch Rügen, denn die fahren in die östliche Ostsee ohne Baglimit!) treiben

      2. Es geht nicht um den Bestandschutz! Dann hätte man die Quotenempfehlung (-88%) für die kommerzielle Fischerei umsetzen müssen. Man hat die Freizeitfischerei reguliert, damit die Quotenkürzung für die Berufsfischer erträglcher wird (Aussage von Thünen und MELUR). Jetzt willst Du auch noch eine zusätzliche Bürokratie einführen?
      Stolz ein Fehmarnangler zu sein!


      SEA2
    • @ Lars
      Ich meine den Fischerreidruck kommerziell
      und nicht uns Angelfischer.
      Und wenn der Dosch mit laich im Bauch gefangen wird kann er ja auch nicht leichen oder.
      Also erst fangen wenn die Laichzeit vorbei ist. Der Dorsch der noch da ist natürlich...
      Mehr laichende Dorsche = mehr Nachwuchs

      So sehe ich das.
      Die Lebensspanne ist die selbe,ob man sie lachend oder weinend verbringt.
      ,,Budda,,


      Fischfred grüßt Sonnenscheinsmilie

      Fla1 Dagegen2
    • Noch mehr Papierkrieg um Gottes willen, bloß nicht,währe aber Typisch deutsch und am Ende wo möglich noch gegen Gebühr abstempeln lassen von Hafenmeister jaööösmilie
      Nee laßt uns man mit dem Baglimit auf Zeit leben und wenn man mal die Fangberichte ansieht sind es wenige die an einem Tag auf eine andere Fischart umstellen mußten :!:

      Gruß Peter smilie winke
      - Wer glaubt, Ostseesangeln sei einfach, denkt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten -

      Dagegen2 Fla1
      anglerdemo.de
    • Fischfred schrieb:

      @ Lars
      Ich meine den Fischerreidruck kommerziell
      und nicht uns Angelfischer.
      Und wenn der Dosch mit laich im Bauch gefangen wird kann er ja auch nicht leichen oder.
      Also erst fangen wenn die Laichzeit vorbei ist. Der Dorsch der noch da ist natürlich...
      Mehr laichende Dorsche = mehr Nachwuchs

      So sehe ich das.
      Auch wenn der Dorsch ohne Laich im Bauch im September gefangen wird- dann wird er keinen Laich mehr bilden und auch nicht in der Laichzeit laichen...

      Demnach ist Deine Aussage "Mehr laichende Dorsche = mehr Nachwuchs" der Wunsch nach einem vollständigen Angelverbot.... ;) :saint: :---
      Stolz ein Fehmarnangler zu sein!


      SEA2
    • Natürlich bedeutet ein Fangbuch mehr Bürokratie. Ich muss es auch nicht unbedingt haben. Aber in jedem Verein wird es verlangt und die Masse ist in Vereinen, weil sie sonst nicht angeln können. Und die Ostsee -eines unser letzen freien Gewässer- wird jetzt auch noch stark reglementiert...
      Mir ist auch klar, dass der Bestandsschutz nur vorgeschoben ist. Das wurde ja auch immer wieder gesagt...
      Deutlicher konnten sich die Politiker ja nicht in die Nesseln setzen, als sie die vorgeschlagene Fangreduzierung der Berufsfischer um fast 30% reduzierten und diese uns auf's Auge drückten. Und das, wo die Zahlen der Fänge durch Freizeitfischer nur 'errechnet' sind.

      Aber wir spielen ja mit, in dem wir dieses Zahlen als Berechnungsgrundlage nehmen und fordern, dass die Quoten angepasst werden.

      Mich persönlich würde so ein A4 Zettel mit einer vorgedruckten Tabelle, wo ich das Datum eintrage und Striche für jeden Dorsch mache, nicht stören. Oder besteht die Angst, dass dann die Zahlen ungünstiger ausfallen könnten???
      Die Bürokratie lässt sich dennoch recht schmal halten.

      Aber wie schon erwähnt: Das wird von keiner der beiden Seiten erwünscht. Also rechnen wir weiter mit fiktiven Zahlen (denn die Grundzahl der angeblichen Fänge ist ja m.E. fiktiv) und legen sie für den Bestand zu Grunde, um den es ja offenbar nicht geht.

      Ich kann es nur nochmals erwähnen:
      Ich zölle eurer Arbeit und euren Kampf größten Respekt. Aber ich mache mir eben auch Gedanken und stelle sie hier ein, damit sie diskutiert werden können.
      Gegenmeinungen sind ebenso wichtig. Entweder werden sie deutlich widerlegt, was zur Klärung beiträgt oder sie sie werden als Anreiz mit einbezogen...
    • @Lars S-H

      Nein, ein vollständiges Angelverbot möchte ich auch nicht aber das weißt du ja.
      Mein Wunsch währe den Dorsch in seiner Reproduktonsphase die Möglichkeit einer Solchen auch zu geben.
      Geht natürlich nur wenn alle mit machen.

      Ist wohl so ein bissel wie: der Glaube an Weltfrieden :rolleyes: ?(
      Die Lebensspanne ist die selbe,ob man sie lachend oder weinend verbringt.
      ,,Budda,,


      Fischfred grüßt Sonnenscheinsmilie

      Fla1 Dagegen2
    • Fischfred schrieb:

      @Lars S-H

      Nein, ein vollständiges Angelverbot möchte ich auch nicht aber das weißt du ja.
      Ja, ich wollte auch nur aufzeigen, dass man alle Forderungen auch gegen uns anwenden kann- so zum Beispiel die Forderung nach einer Laichschonzeit...

      @AddiHH: Ein Fangbuch wird in Vereinen genutzt, um Fangzahlen zu ermitteln- um einen Besatz besser planen zu können. Die Einhaltung der Regelungen erfolgt durch Fischereiaufseher und nicht durch Fangbücher. Und den LKW mit Dorschbesatz habe ich noch nicht angetroffen....
      Stolz ein Fehmarnangler zu sein!


      SEA2
    • Presseinformation vom Team Anglerdemo, 21.09.2017

      Das BUMB und die Suche nach dem „sachlichen Grund“!

      Am 20. Januar 2016 wurden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die Entwürfe für die „Verordnung über die Festsetzung des Naturschutzgebietes Fehmarnbelt“ vorgestellt. Mit dieser Verordnung will die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in großen Teilen des Fehmarnbelts das Angeln verbieten. Seitdem leistet das Organisationteam Anglerdemo Widerstand und fordert nach wie vor eine bislang fehlende fundierte wissenschaftliche Begründung für das Angelverbot.
      Am 07.09.2017 strahlte der NDR im Magazin DAS! den Beitrag „Forschungsschiff erkundet Schutzgebiete der Ostsee“ (http://www.ndr.de/…/Forschungsschiff-erkundet-Schutzgebiete…) aus. Im Rahmen des „AWZ-Projektes 4: Erfassung, Bewertung und Kartierung benthiescher Arten und Biotope“ ist das Leibnitz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) beauftragt worden, die Schutzgebiete Fehmarnbelt, Kadetrinne, Adlergrund und Oderbank in der deutschen Ostsee zu kartieren und zu bewerten. Das Projekt hat eine Laufzeit vom 01.01.2015 bis 31.12.2018.

      Auf der Internetseite des Leibnitz-Institut wird zum Projekt folgendes ausgeführt: „Vor der Feststellung des Umweltzustandes heimischer Seegebiete stehen jedoch grundlegende Fragen, deren Beantwortung eine Grundvoraussetzung für eine wissenschaftlich fundierte Bewertung des Umweltzustandes und ein zielführendes Monitoringkonzept darstellt. ... Die in den Vorgängerprojekten begonnene Bearbeitung dieser Fragestellungen soll im vorliegenden Projekt fortgeführt werden.“

      Das BfN bewertet im FFH-Bericht 2013 die Gefährdung des Lebensraumtyps „Riffe“ durch das Angeln/Angelsport als gering. Die größten Beeinträchtigungen und Gefährdungen entstehen für den Lebensraumtyp durch den Sand- und Kiesabbau, die Meerwasserverschmutzung, die Fischerei, durch den Stickstoffeintrag und durch den Klimawandel.

      Bis heute kann aber niemand wissenschaftlich nachweisen, dass die Freizeitfischerei die Schutzgebiete erheblich schädigt. Dr. Christopher Zimmernann, Leiter des Thünen-Institut für Ostseefischerei, führte hierzu jüngst in einem Interview gegenüber den Lübecker Nachrichten aus: „Die Politik kann natürlich jederzeit beschließen, dass ganzjährig fischereifreie Zonen notwendig sind. Ich habe allerdings Probleme, der Argumentation, mit der die ganzjährigen Verbote begründet werden, aus wissenschaftlicher Sicht zu folgen. Zu fragen ist doch, was ist das Schutzgut in diesen Gebieten? Sind es rastende Wasservögel? Dann wären für die Rastzeiten Einschränkungen des Motorbootverkehrs sinnvoll. Oder sollen die Riffe, die Kinderstube für viele Fische, geschützt werden? Dann verbietet sich die Fischerei mit Grundschleppnetzen. Im Fall der Angelfischerei, die den Meeresboden und die Riffe nicht beeinträchtigt, überzeugt mich die Argumentation des Bundes-Umweltministeriums nicht.“

      Im aktuellen Beitrag des NDR stellten die beteiligten Wissenschaftler fest: „Wir wissen alle, dass die Nutzung der Meere in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen hat und jetzt möchte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gerne wissen, wo sind die besonders schützenswerten Gebiete. Schützenswert im Sinne von Brutstätten für verschiedene Arten, aber auch Nahrungsgebiete für den Dorsch oder Tauchenten und andere Vögel, die von den Muscheln und anderen Arten leben.“

      Lars Wernicke vom Organisationsteam Anglerdemo: „Ist dies die Suche nach einer neuen Argumentation für das Angelverbot im Fehmarnbelt oder findet hier endlich eine seriöse Wissenschaft statt? – Eine neutrale Bestandserhebung, darauf eine Bewertung der zu schützenden Tier- und Pflanzenarten sowie eine Feststellung der schädigenden Eingriffe und im Abschluss ggf. der Erlass einer Verordnung auf Basis eines zielführenden Monitoringkonzeptes.“


      Natürlich haben wir auch eine persönliche Meinung zu diesem Thema!

      Gemäß den Aussagen des Bundesumweltministeriums ist dort seit mindestens 2 Jahren bekannt, dass sich im Fehmarnbelt flächendeckend zu schützende benthiesche Arten und Bitope befinden, die nahezu ausschließlich durch Angler erheblich gestört werden.

      Jetzt stellt sich uns die Frage, warum das BfN ein dreijähriges Forschungsprojekt in Auftrag gibt, wenn die Ergebnisse anscheinend im BMUB bereits seit längerem vorliegen? Sucht man neue Argumente für ein Angelverbot oder startet man jetzt mit seriösen Untersuchungen, wie man welche Gebiete sinnvoll schützen kann?

      Zudem machen wir uns Gedanken über die Neutralität der verantwortlichen Wissenschaftler. Die Aussage von Biologe Dr. Alexander Darr im Fernsehbeitrag „Wir brauchen auf jeden Fall Schutzgebiete, die nicht nur auf dem Papier stehen, sondern wo tatsächlich auch die Natur sich frei entfalten kann. Das gibt es an Land auch und das ist auch dringend notwendig für verschiedene Habitate in der Ostsee.“ lässt uns die Neutralität zumindest fraglich erscheinen, denn nur weil es diese Gebiete auch an Land gibt, muss es diese auch in der Ostsee geben? Ist das ein sachlicher Grund oder lediglich der Wunsch nach der Umsetzung der persönlichen ideologischen Ziele?

      Wir dürfen gespannt bleiben, ob die Wissenschaftler im Rahmen dieses Projektes einen wissenschaftlich haltbaren Nachweis finden, die Freizeitfischer aus Gebieten wie den Fehmarnbelt auszusperren, zeitgleich jedoch alle anderen Nutzungsformen auch zukünftig nicht einzuschränken. Denn auch die Aussage von Dr. Alexander Darr „Wir wissen alle das die Nutzung der Meere in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen hat“ lässt uns nicht erkennen, dass nur oder gerade die Freizeitfischerei eine besondere Gefährdung für diese Gebiete darstellt.

      Ist das eine neue Form der Politik in Deutschland? Wir können nur hoffen, dass sich diese Politik am 24. September bei der Bundestagswahl nicht durchsetzt!
      Stolz ein Fehmarnangler zu sein!


      SEA2
    • Tja, so ist es eben...

      Wenn Herr Müller, Sachbearbeiter aus dem Finanzamt, von Oma Knöterich 2 Pfund Kaffee geschenkt bekommt, weil er ihr bei der Steuererklärung für ihr altes Häuschen geholfen hat, bekommt er ein Disziplinarverfahren wegen Vorteilsnahme.
      Sitzen Politiker in Aufsichtsräten, wie z.B. bei VW, dann wird das Aufspielen neuer Software eben als hochgelobte MAßnahme dargestellt.
      Ebenso gibt es sicher Posten bei Harvesta, Beton AG oder Sand&Kieß GmbH!!!!
      Nur bei den Anglern gibt es keinen lukrativen Posten...!!!!

      ICh weiß nicht, ob dieser Tröt für die Öffentlichkeit frei ist...

      Lars, ... ich würde aber dennoch gern deinen letzten Beitrag als ganzes im Askari-Forum einstellen (natürlich mit Quellenangabe). Wenns genehm ist, sollten dies auch viele andere in anderen Foren verbreiten, denn er zeigt deutlich, wie hier Tatsachen verdreht werden, um unsinnige Ziele zu verfolgen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AddiHH ()

    • Moin .

      Habe gerade in Andys Fangbericht gelesen das einige Kutter vekauft bzw stillgelegt werden.

      Dies ist doch meiner Meinung dem Baglimit zu zuschreiben oder irre ich mich da.

      Und so geht es ja denke ich weiter ,Jeder der mit dem Angeltourismus sein Geld verdient wird doch früher oder später davon betroffen ,

      ist das von der Politik so gewollt oder wird das als Kollateralschaden hingenommen.
      Herzliche grüße von der Soeste Jochen. smilie winke

      Auf der Sonnesmilie Insel vom 30.04.-5.5.2018.


      SEA2 Dagegen2
    • Nach dem ich mich mit dem Thema ein wenig beschäftigt habe, will ich noch eine andere Sicht in die Diskussion reinwerfen.
      Mir ist aufgefallen, dass es immer wieder Angler nur als „Fischverarbeiter“ angesehen werden und unser besonderer Blick auf die Natur selten berücksichtigt wird.

      Auch wir haben bei uns im Bereich der Aller neue Naturschutzgebiete bekommen und die wurden in Zusammenarbeit mit dem Verein erarbeitet. In unserem Vorstand arbeitet seit Jahren ein promovierter Biologe der durchaus der Politik kompetente Antworten geben kann. Der Verein unterstützt wissenschaftliche Studien, macht die Ufer sauber, sorgt für Aalbesatz usw.

      Bei den ganzen Diskussionen hat man das Gefühl, als Angler was Verbotenes zu tun.

      Nein, ganz im Gegenteil – wir Angler sind inzwischen die wenigen, die Natur noch freiwillig draußen erleben und den eignen Kindern oder jungen Menschen im Verein näher bringen. Wir sind es doch die den anderen zeigen, dass ein Fisch nicht aus der Dose kommt und auch nicht quadratisch paniert geboren wird.

      Wenn ich die ganze Diskussion um Fehmarn – Naturschutzgebiet betrachte, sehe ich wieder den Angler am Pranger gestellt und nicht wirklich aktiv von der Politik als Wissensquelle genutzt.

      Sicherlich fehlt mir der Blick aus der Nähe, den habt Ihr hier im Forum auf jeden Fall – ich für mich finde es schade, dass wir uns inzwischen als eine Randgruppe rechtfertigen müssen.

      @Großdorschjäger – warten wir erst mal ab – vielleicht werden da ein paar dabei sein die schon mal Draußen waren