Anglerdemo gegen die anglerfeindliche Politik

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    • Ein kleiner Denkanstoß:
      Vielleicht sollte man das ganze nicht Demo nennen, sondern z. B. „Informationsveranstaltung Meeresangler“, bei der die Angler darauf hinweisen , dass die von der Politik initiierten Maßnahmen dem Fortbestand des Dorsches nicht wirklich förderlich sind und es aus ihrer Sicht unter der Hinzunahme wissenschaftlicher Erkenntnisse sicherlich sinnvollere Schutzbestimmungen nötig und möglich sind. Somit wird niemandem, außer vieleicht der Politik, der "schwarze Peter" zugeschoben.

      Liebe Grüße aus`m Pott
      Torskhunter
      Wer keine Träume mehr hat, hört auf zu leben!


    • Großdorschjäger schrieb:

      Die Verteilung für 2017 ist abgeschlossen, klar. Aber eine Forderung unsererseits nach einer Schonzeit wäre ja auch für die Zukunft.


      Lars S-H schrieb:

      Andere Konstellationen sind weniger eindeutig zu entscheiden, hier muss eine fallweise Beurteilung erfolgen.
      Ich sehe das nicht so, dass ein Schleppfischen mit flachlaufenden Wobblern oder Snaps bei eiskaltem Wasser vorrangig Dorsch bringt. Ich persönlich habe jedenfalls unter dieser Konstellation noch keinen Dorsch gefangen. Aber vielleicht habe ich auch einfach nur keine Ahnung.
      Da es keine klare Definition gibt, sondern im Einzelfall entschieden wird, würde das unter Umständen aber bedeuten, dass Du jedesmal damit rechnen müsstest, eine Owi zu begehen und ggf. vor Gericht zu landen. Macht dann angeln noch Spaß?

      Was ist mit den Spinnfischern auf Mefo?

      Zu den Geldern. Die Angelkutter und Bootsvermieter haben keine Vertreter in Berlin oder gar in der EU. Wer soll für diese Gelder kämpfen? Da sehe ich wenig Chancen, leider!
      Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!


      SEA2
    • Guten Abend zusammen!

      Ich war die letzten Jahre immer Ende März an der See zum Fischen und wir
      hatten ganz wenig Dorsche wo Laich noch drinnen war !
      Wenn es glaube in der nächsten Zeit weiter so Kalt bleibt dann werden die
      Bestimmt schon Anfangen mit dem Laichen!
      Es muss auch was anderes gemacht werden es gibt ja auch welche die so ca.
      Nur 3 Mal im Jahr an der See sind und Angeln !
      Ich würde die Schönheit bis Mitte März machen das reicht!
      Dann das Angel nur bis in bestimmten Tiefen ausführen zu lassen !
      Aber ich lasse mich Mal Überraschen was passiert! Ich werde auch Mal wieder
      In der nächsten Zeit Mal bei den Dänischen Kuttern gucken ob die wieder auf die
      Großen im Öresund fahren oder Dänische Fischkutter wieder um Fehmarn ihre Netze
      Stellen ! Das muss auch richtig kontrolliert werden!

      MFG Chrissi
    • Auf die OWI-Anzeige wäre ich gespannt und würde gern damit vot Gericht gehen. Solange ich keinen Dorsch mitnehme, verstoße ich nicht gegen die Schonzeit.
      Was soll mit den Spinnfischern sein? Keinen Zufalls-Dorsch mitnehmen und gut ist.
      Ich erinnere an den März 2015, da sind zwischen Neustadt und Pelzerhaken Hunderte Mefos gefangen worden. Vom Boot, vom Belly, vom Kayak, von den Seebrücken, vom Strand. Ich habe mit etlichen Leuten gesprochen, niemand hatte einen Dorsch dazwischen...
      - Via destinatum est -

      Fla1
      anglerdemo.de
    • Moinsen,

      demonstrieren und Flagge zeigen ist sicherlich nicht verkehrt und eine Demo auf dem Wasser wäre auch ungewöhnlich, allerdings können wir die Demo- Patrone nur 1 x wirkungsvoll abfeuern. In unserer schnelllebigen Zeit würde die Öffentlichkeit bei der 2. Demo vielleicht schon wieder abwinken. Deshalb muss die Demo ein Volltreffer werden!

      1. Da wäre der Ort der Demo: Ein paar Boote mit Transparenten gehen vermutlich total unter. Sieht kein Schwein, interessiert kein Schwein und wieviele Reporter mieten sich wohl selbst kein Boot um auf dem Wasser rumzutuckern und Fotos zu machen? Meiner Meinung nach muss die Demo vor dem schleswig-holsteinischen Umweltministerium stattfinden. Es würden auch wesentlich mehr Angler nach Kiel kommen um mitzudemonstrieren. Sorry, liebe Bootsbesitzer, aber eine Demo auf dem Wasser geht nur auf, wenn sich eine außergewöhnlich hohe Zahl an Booten beteiligt.

      2. Der Zeitpunkt der Demo: Sie muss im Herbst stattfinden bevor die EU die Quoten für 2018 festlegt. Und auch, bevor die Kommissionen und Institute ihre Empfehlungen an die Politik geben.

      3. Wir müssen den Hauptfeind angreifen und das sind die Schleppnetz-Trawler. Sie sind es, die ganze Dorschpopulationen in den Fanggebieten vernichten. Keine Bootsangler, kein Stellnetzfischer und geschweigen denn Brandungs- und Watangler sind in der Lage, eine Population so schwer zu schädigen wie die Schleppnetze. Von den Beschädigungen am Ostseegrund ganz zu schweigen. Diesem Anliegen würden sich auch Umweltverbände und küstennahe Berufsfischer anschliessen, auch wenn man sonst eher gegenteilige Interessen verfolgt. Wenn der Tourismusverband auch noch Demonstranten organisiert, würde das eine ordentliche Demo.

      4. Der Anglerverband und/oder die Presse müssten das Netzwerk offenlegen, welches zur Backlimitregelung für Angler und die Schonung der Berufsfischerei geführt hat. Solange die im Dunkel mauscheln können ist ihnen schwer beizukommen. Um die Politik unter Druck zu setzen muss man sie mit offengelegten Netzwerken konfrontieren.

      Ok, meine Gedanken haben mit der ursprünglichen Idee einer Boots-Demonstration nicht mehr viel zu tun, aber wir wollen doch auch etwas bewirken! Vielleicht kann man beides machen!?

      Grüße. Olaf
      "Oft vereinigt im Gemüte, sind Dämlichkeit und Herzensgüte!" Wilhelm Busch
    • Großdorschjäger schrieb:

      Auf die OWI-Anzeige wäre ich gespannt und würde gern damit vot Gericht gehen. Solange ich keinen Dorsch mitnehme, verstoße ich nicht gegen die Schonzeit.
      Was soll mit den Spinnfischern sein? Keinen Zufalls-Dorsch mitnehmen und gut ist.
      Ich erinnere an den März 2015, da sind zwischen Neustadt und Pelzerhaken Hunderte Mefos gefangen worden. Vom Boot, vom Belly, vom Kayak, von den Seebrücken, vom Strand. Ich habe mit etlichen Leuten gesprochen, niemand hatte einen Dorsch dazwischen...
      Es ist schwierig es allen recht zu machen, jeder hat da so seine eigene Ansicht.
      Du hast mich im März letzten Jahres mitgenommen wofür ich auch gern nochmal danke sagen möchte, das hat echt Spaß gemacht aber wir haben auf Dorsch geangelt und auch gefangen, ich persönlich habe kein schlechtes Gewissen dabei gehabt, es waren ja auch keine Laichdorsche.
      Wann der Dorsch laicht bzw in welchen tiefen er zu fangen ist hängt meines Wissens nach mehr von den Wassertemperaturen als vom Kalender ab.
      Ich habe mal die Brandungsfangberichte und Bootsfangberichte durchgesehen und muss feststellen das viele von uns Bootsanglern im März schon los waren und allen voran Petripohl Wahnsinns dorschstrecken vom Ufer im Winter hervorgebracht haben. Ich finde solange man nicht in laichgebieten angelt spricht auch nichts dagegen.

      Nun muss man sich ja aber bei einer Forderung einer kompletten Schonzeit für alle Angler auch die Sichtweisen aller Angler anhören und Kompromisse eingehen, sonst sehe ich noch weniger Erfolg.
      Die Trolling und Brandungsangler sind da zB. eher im Winter aktiv.
      Leute die einmal im Sommer zur Ostsee fahren können damit sicher besser leben als Angler die im Winter ihre Touren machen. Da hat jeder sicher eigene Ansichten.

      Ich fände es traurig wenn ich von einer Gruppe Angler vertreten werde die sich selbst Verbote auferlegt, es reicht wenn das der Verband tut. Traurig aber wahr. Jeder Angler sollte aus freien Stücken auf die Laichdorsche verzichten sofern ihm am Wohl des Bestandes gelegen ist. (Macht nicht jeder das ist mir auch klar)

      Das Problem ist doch die Politik die sich nicht an die vorgeschlagenen Quoten zum Bestandschutz hält und die "Naturschützer" die alles Verbieten und ausschließen will.

      Genau gegen solche würde ich demonstrieren.


      Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung und gegen niemand hier gerichtet, möglicherweise ist sie falsch dann lasse ich mich gerne eine besseren belehren.

      Edit: Das sich Schonzeit positiv auf den Bestand auswirken würde ist trotz meiner Meinung natürlich Fakt. Ich finde nur wir werden genug Eingeschränkt und jetzt sind andere dran.

      Dazu passt auch das Hier
      Gruß Stefan

      FISHINGSMILEY!

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Bombe220488 ()

    • Bombe220488 schrieb:

      Du hast mich im März letzten Jahres mitgenommen wofür ich auch gern nochmal danke sagen möchte, das hat echt Spaß gemacht aber wir haben auf Dorsch geangelt und auch gefangen, ich persönlich habe kein schlechtes Gewissen dabei gehabt, es waren ja auch keine Laichdorsche.
      Ich hatte und habe auch kein schlechtes Gewissen. Wir sind nicht im Laichgebiet gewesen und es gab zu dem Zeitpunkt auch keinerlei Beschränkungen.

      Der Sinn der Forderung nach einer generellen Schonzeit ist positive Öffentlichkeitsdarstellung. Niemand kann uns an den Karren fahren, weder die Grünen noch der NABU oder irgendwelche hochwissenschaftlichen Institute.
      Es wird ja vermutlich nicht dazu kommen, weil die Fischereiindustrie mit geballter Lobbyarbeit dagegenhalten wird.
      Wenn aber wir Angler eine solche Forderung stellen, haben die Lobbyisten es wesentlich schwerer, uns gegenüber der Politik als die Buhmänner hinzustellen.
      Lars sagt ja, eine generelle Schonzeit wird es aus rechtlichen Gründen (??) nicht geben. Na und, fordern kann man sie ja erstmal.

      Ich bin mir absolut sicher, wenn die Dorsche in ihren Laichgebieten komplett in Ruhe gelassen würden, wäre der Bestand gesichert. Da wir nicht fordern können "Verbot der Schleppnetzfischerei im Fehmarnbelt", könnte man es doch über diese umfassende Schonzeit versuchen.

      Solange es den Dorschen nicht besser geht, werden wir Angler sowieso immer weiter eingeschränkt werden, da bin ich sicher. Dann doch lieber etwas fordern, was tatsächlich helfen würde, statt uns Jahr für Jahr kleinere Baglimits verordnen zu lassen.
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      Fla1
      anglerdemo.de
    • Moin Olaf,

      wir haben keinen Hauptfeind, sondern lediglich der Dorsch bzw. die Natur hat einen Hauptfeind (nämlich die Schleppnetzfischer)... Somit sollten wir niemanden angreifen, sondern lediglich auf die Problematik hinweisen und diese in den Vordergrund stellen.

      Der Zeitpunkt muss in meinen Augen vor dem Herbst liegen, denn die Wissenschaft und Politik beschäftigt sich bereits das ganze Jahr über mit der Bestandsentwicklung. Das ein Baglimit geplant ist, wurde im übrigen bereits 2014 diskutiert und dort habe ich das erste Mal Kontakt mit verantwortlichen Wissenschaftlern aufgenommen. Zu dem Zeitpunkt haben die Verbände das noch weit von sich geschoben und ins Reich der Fabeln abgeschoben. Das Ergebnis haben wir...

      Über den Ort kann man sicherlich diskutieren, da werden auch Angler viele unterschiedliche Meinungen haben. Zu bedenken gebe ich, dass zu den Angelverboten in der AWZ vor einiger Zeit eine Demo in Berlin geplant war, jedoch mangels Interesse von Seiten der Angler wurde diese Idee wieder verworfen.

      Aus diesem Grund reifte in mir die Idee nicht über die Anzahl der Angler Aufmerksamkeit zu erzeugen, sondern über die Wahl des Ortes, nämlich das Besondere zu nutzen- und das ist in meinen Augen die Ostsee. Das ist der Ort, um den es bei all den Themen geht. Wenn wir meinetwegen für eine Stunde das Fahrwasser (angemeldet!) im Fehmarnsund blockieren, dann haben wir Aufmerksamkeit und ziehen auch das Interesse der Medien auf uns. Davon bin ich überzeugt! Da reichen ein paar Angelkutter und 30, 40 oder besser 50 Boote. Großenbrode ist der größte Angelboothafen an der Ostsee und wenn ich an die Kontakte von Andy (Olberding) denke, kann er mit seiner Herta sicherlich und hoffentlich einige dieser Boote zum mitmachen bewegen. Gleiches gilt für uns Fehmarnangler. Hier müssen wir alle in diesem Fall unsere eigenen Interessen und Wünsche zurückstellen, denn es geht mittlerweile ums Ganze! Aufmerksamkeit erzeugen und uns ins rechte Licht rücken muss die Devise lauten. Der Politik aufzeigen, dass die Grenze der Verbote für uns überschritten ist.

      Stefan, ich stimme Dir voll zu. FÜr neue Verbote sind andere zuständig, wir sollten diese einmalige Chance nutzen und aufzeigen, dass wir Angler nicht in der Lage sind, irgendeinen Fsichbestand in der Ostsee zu gefährden oder zu dezimieren. Deshalb schwebt mir auch immer noch vor, die wahre Situation aufzuzeigen und das wir uns gegen weitere Verbote/ Einschränkungen wehren werden.

      Zum Thema Schonzeit möchte ich Euch noch mit auf den Weg geben, dass wir Angler 365 Tage im Jahr Dorsche fangen könnten und es den Beständen nicht Schaden würde. Ohne Berufsfischer würden sich die Bestände erholen, ohne Angler würde sich an der Situation wie es jetzt ist nichts ändern. Die Bestände wären immer noch gefährdet. Erholen sich die Bestände, erhöht sich ja automatisch die Quote der Berufsfischer, aber die Angler würden nicht automatsich so viel mehr fangen, dass die Bestände gefährdet werden. Deshlab halte ich auch nichts von einer kompletten Schonzeit für Angler. Es bringt nichts!

      Wir Angler werden auch bald den Kopf für die Meerforelle hinhalten, auch wenn die Nebenerwerbsfischer ihre Netze unter Land und in Schongebieten aufstellen. Mit unseren paar gefangenen Meerforellen, werden die Bestände beeinflusst, aber nicht gefährdet.

      Das müssen wir aufzeigen, meint ihr nicht?
      Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!


      SEA2
    • So, ich möchte Euch kurz einen aktuellen Zwischenstand geben. Wie ich bereits geschrieben hatte,bin ich mit einigen Leuten hierzu im Gespräch.
      Zur Zeit finden unverbindliche Gespräche statt, um die Situation und Möglichkeiten zu erörtern. Die Tendenz und die Bereitschaft zur Teilnahme ist von allen Beteiligten positiv zu bewerten.

      Das nächste Gespräch hierzu ist in der KW 5 oder KW 6 geplant. An diesem Gespräch werden Jens Meyer von der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein sowie Willy Lüdtke, 1. Vorsitzender der Bäder- und Hochseeangelschiffbesitzer, teilnehmen.

      Parallel prüfen wir die rechtliche Situation bzw. die Möglichkeit einer Genehmigung zur Demo in einem Fahrwasser... Gab es wohl bisher noch nie :thumbsup: . Auch erste Gespräche mit verschiedenen Medien sind erfolgsversprechend.

      Läuft also, wenn auch alles noch in der Planung ist und wir noch nicht sicher sind, ob wir das Ding durchziehen wollen, dürfen und können...
      Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!


      SEA2
    • Um mehr Boote bei der geplanten Ostsee-Demo dabeizuhaben, sollte man auch die Boots-Vermieter mit "ins Boot" holen... (denke aber, dass diese Idee auch bei dir schon längst auf dem Plan steht Lars... ;) )
      Wäre ja nicht verkehrt, den Kunden an diesem Tag nen Sonderrabatt anzubieten unter der Bedingung, bei der Demo mitzufahren.
      Die Aktion ist ja auch im Sinne der Bootsvermieter. :rolleyes:
      .....oder....?
      Sascha =
      @Fehmarn-Boote

      und Frank
      @Celler
      = Knütel-Boote
      ....wie seht IHR das??? ;)
      Liebe Grüße
      Heike smilie winke
      Fla1
      anglerdemo.de
    • Hallo,

      guter Flyer. Interessante Standpunkte.
      Doch die Naturschützer werden nicht nachlassen,
      bis sie ihr Ziel errreicht haben.
      Ein Knackpunkt ist meines Ermessens, dass die
      Anglerverbände sich den Naturschutz auf die
      Fahne geschrieben haben ( was ich eigentlich gut
      finde). Es dürfte nicht leicht sein, die Interessen-
      gegensätze auf einen Nenner zu bringen..

      Mit Petri Heil
      Stint
      Watt wär´n wa ohne Wattwurm?

      Der Müll muß mit !!!

      auf der Insel: 30. 04. 18 bis 05. 05. 18
    • Lars S-H schrieb:

      Anbei den Newsletter zum geplanten Angelverbot in Nord und Ostsee.
      Und wo sind da tatsächlich "news" ?

      Ein Flyer ... jo ... mehr aber auch nicht.
      Nein ... nicht ganz ... ein nettes "Erinner mich" nach dem Motto "Wir sind ja auch noch da"

      Was ist denn aus dem vielbeschriebenen Schutz- und Klagefond geworden ?
      Oder hat man da lediglich sang und klanglos die Abwrack- /Stillegungs- /Wasweißichdenn-Prämie eingestrichen und sagt zum Abschied leise Servus ... ?
    • Stint schrieb:

      Hallo,

      guter Flyer. Interessante Standpunkte.
      Doch die Naturschützer werden nicht nachlassen,
      bis sie ihr Ziel errreicht haben.
      Ein Knackpunkt ist meines Ermessens, dass die
      Anglerverbände sich den Naturschutz auf die
      Fahne geschrieben haben ( was ich eigentlich gut
      finde). Es dürfte nicht leicht sein, die Interessen-
      gegensätze auf einen Nenner zu bringen..

      Mit Petri Heil
      Stint
      Der Flyer ist wirklich gut wie ich finde! Zwischen den Zeilen kann man aber auch die größte Gefahr für uns Angler herauslesen, nämlich ein zeitlich befristetes Angelverbot.

      Aus folgenden Gründen sehe ich das als große Gefahr:

      1. Ein zeitlich befristetes Angelverbot ohne wissenschaftliche Begründung kann man ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens für alle Gebiete in der Ostsee übernehmen. Wenn das bei einem Gebiet funktioniert, warum nicht auch an anderer Stelle? Wie will man dann noch dagegen argumentieren, wenn man das in diesem Fall hinnimmt?

      2. Es fehlt die wissenschaftliche Begründung, dennoch will man mit aller Macht die Angler aus diesen Gebieten fernhalten. In der AWZ fehlt die Begründung, aber was ist mit den NSG und VSG? Habt Ihr Euch mal auf einer Karte angeschaut, wie viele dieser Gebiete in der Ostsee vorkommen? Das wird das nächste Ziel der Naturschützer sein. Man munkelt von einem (zeitlich befristeten?) Befahrensverbot dieser Gebiet für Motorboote. Das gibt es ja bereits an der Ausfahrt vom Binnensee in Großenbrode. Da werden die Argumente der Naturschützer in der Öffentlichkeit überzeugender/ nachvollziehbarer sein. Also müssen die jetzt schon Gegenwind spüren, damit die merken, dass wir uns nicht mehr alles gefallen lassen. Da droht noch viel, viel mehr an Einschränkungen.

      Natürlich bin auch ich für Naturschutz, aber mit der Geschwindigkeit wie die Einschränkungen in den letzten Jahren zugenommen haben, droht da noch ganz,ganz viel mehr in absehbarer Zeit. Ich will mir mein Hobby nicht komplett verbieten lassen und meine Kinder auf einer App Fische fangen lassen. Ich bin Angler und schädige durch mein Verhalten nicht die Natur. Wenn ich die Natur mit meiner kleinen Handangel schädige, was machen dann die Berufsfischer? Warum dürfen die die Natur mehr schädigen, als ein Angler? Weil sie damit Geld verdienen? Wohlstand statt Naturschutz? Ich persönlich vermisse Argumente gegen die Verbote, öffentliche Argumente für uns Angler.

      Naturschutz in den Angelverbänden ist ja (wegen der Gemeinnützigkeit) die Regel. Aber schließt das Eine das Andere automatisch aus? Sind wir Angler nicht vorrangig zu vertreten und nicht der Naturschutz, gerade dann, wenn nachweisliche Begründungen wie in diesem Fall fehlen? Da sehe ich das Problem. Man kneift vor der öffentlichen Auseinandersetzung bei diesen Themen und sucht (wenn überhaupt) maximal Kompromisse. Insbesondere dann, wenn es die Verbände wie in diesem Fall (Ostsee) nicht direkt betrifft. Dann wird nur so viel gemacht, wie notwendig, um die Mitglieder zu beruhigen. Dann konnte man sich halt nicht durchsetzen. Hätten die in diesem Fall mal so viel Einsatz gezeigt, wie beim Kauf vom Westensee....
      Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!


      SEA2
    • Mat schrieb:

      Lars S-H schrieb:

      Anbei den Newsletter zum geplanten Angelverbot in Nord und Ostsee.
      Und wo sind da tatsächlich "news" ?
      Ein Flyer ... jo ... mehr aber auch nicht.
      Nein ... nicht ganz ... ein nettes "Erinner mich" nach dem Motto "Wir sind ja auch noch da"

      Was ist denn aus dem vielbeschriebenen Schutz- und Klagefond geworden ?
      Oder hat man da lediglich sang und klanglos die Abwrack- /Stillegungs- /Wasweißichdenn-Prämie eingestrichen und sagt zum Abschied leise Servus ... ?
      Sorry, dass Du nicht so im Thema bist. Gerne werde ich für Dich aber die "News" hervorheben.

      Die Begründung mit den Schweinswalen ist NEU und ein (lächerlicher) Versuch, das sinnlose Angelverbot durchzusetzen, nachdem die bisherigen Argumente (Bootsverkehr durch Freitzeitfischer etc.) nicht haltbar waren.

      Weitere "NEWS": Die Anglerverbände haben in Gesprächen zu den Verboten in den AWZ bisher einen Kompromiss für möglich gehalten. In diesem Newsletter gibt es jedoch eine klare Aussage vom Präsidenten des LAV M-V Herrn Brillowski: "Kein Verbot um des Verbotes willen! Kein Verbot der Freizeitfischerei in den AWZ!" Das finde ich absolut wichtig und sehe das als "News"! Ein Schritt in die richtige Richtung...

      Und was hat der Klagefond mit Stilllegungsprämien oder Abwrackprämien zu tun? Die Prämien gelten lediglich für Berufsfischer, nicht jedoch für Angelkutter und da es sich ja um einen KLAGEfond handelt, muss es ja erst einmal eine Verordnung erlassen werden, die beklagt werden kann.

      Also was soll ein Klagefond zum jetzigen Zeitpunkt veröffentlichen oder machen? Die haben sich damals klar und deutlich öffentlich positioniert, dass sie juristische Mittel einlegen werden, wenn sie das sinnlose Verbot nicht verhindern können. Gibt es schon ein Verbot? NEIN!
      Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!


      SEA2
    • Moinsen,

      "Hauptnahrung ist der Dorsch"...das ist doch mal ne glasklare Fake-News! Wo kann ich die jetzt löschen lassen?

      Raubfische werden immer versuchen, fetten Fisch zu erbeuten. Fett ist energiereicher als Eiweiß, schneller zu verwerten und leichter abzuspeichern. Deshalb wundert es mich nicht, dass in Mägen von Schweinswalen überwiegend Hering gefunden wird.

      Die Öko-Faschisten haben es bis an die Schaltstellen der Macht geschafft. Jetzt setzen sie ihr perverses Weltbild, wonach der Mensch eine Fehlentwicklung ist und aus der Natur verbannt werden muss, in Gesetze und Verordnungen um.
      Das, was in diesem Land gerade in Sachen MIgrationpolitik, Fiskalpolitik, Genderpolitik und Umweltpolitik abgeht spottet jeder Beschreibung und hat mit dem Willen des "Souveräns" (was für eine Verarsche) nicht mehr viel zu tun.

      Freiheit war gestern... willkommen im golden Käfig!

      Grüße. Olaf
      "Oft vereinigt im Gemüte, sind Dämlichkeit und Herzensgüte!" Wilhelm Busch
    • Lars S-H schrieb:

      Die Begründung mit den Schweinswalen ist NEU
      Stimmt ... das ist tatsächlich neu, auch wenn man keinen Hochschulabschluß benötigt um zu erkennen, dass hier eher der Wahnsinn Blasen wirft.
      Vor allem wenn selbst des Berliner Chaos Clubs heißgeliebter NaBu den Schweinswal "vor allem durch zunehmende Meeresverunreinigung und durch den unbeabsichtigten Fang in Grundstellnetzen in ihrem Bestand bedroht" sieht ...

      Lars S-H schrieb:

      Weitere "NEWS": Die Anglerverbände haben in Gesprächen zu den Verboten in den AWZ bisher einen Kompromiss für möglich gehalten. In diesem Newsletter gibt es jedoch eine klare Aussage vom Präsidenten des LAV M-V Herrn Brillowski: "Kein Verbot um des Verbotes willen! Kein Verbot der Freizeitfischerei in den AWZ!"
      Ja super ... der Präsident des LAV MäcPomm tätigt ne "klare Aussage" ... und in China ist ein Sack Reis umgefallen !
      Ja, doch ... ist schon sensationell, wenn nach den ewigen Zeiten des Nichtstuns und Kollaboration diverser Anglerverbände mit der Politik tatsächlich mal ein gesichtsloser Anzugträger aus seinem Funktionärskoma erwacht.
      Und das sage und schreibe schon drei (!) Monate nach Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und dem Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MVP Dr. Backhaus, wie in einem gewissen Newsletter von November 2016 erwähnt wird.

      Lars S-H schrieb:

      ... und da es sich ja um einen KLAGEfond handelt, muss es ja erst einmal eine Verordnung erlassen werden, die beklagt werden kann.
      Und ich dachte immer, das wäre ein Schutz- und Klagefond ...


      Lars S-H schrieb:

      Also was soll ein Klagefond zum jetzigen Zeitpunkt veröffentlichen oder machen? Die haben sich damals klar und deutlich öffentlich positioniert, dass sie juristische Mittel einlegen werden, wenn sie das sinnlose Verbot nicht verhindern können. Gibt es schon ein Verbot? NEIN!
      Stimmt ... hast Recht ...
      Natürlich wartet man erst, bis das Kind endgültig in den Brunnen gefallen ist, anstatt sich zu wehren und die Judikative gegen eine Regelung zu bemühen, welche nicht nur bar jedweglicher wissenschaftlicher Grundlage erlassen wurde sondern überdies auch noch nicht einmal ansatzweise dem Bestandsschutz dient ...
    • Schön das wir übereingekommen sind Mat, dass es sich tatsächlich um "News" handelt. ;)

      Das ein Newsletter inhaltlich nicht jeden überzeugen kann oder gar der Herausgeber die veröffentlichen "News" gut findet, ist doch normal, oder? Dennoch handelt es sich um "News"! Ein Nachrichtensprecher findet einen Terroranschlag sicherlich auch nicht gut, jedoch ist es seine Aufgabe, diesen vorzutragen...

      Und nein, man wartet nicht, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Man konnte doch jetzt schon die bisherigen Argumente, die zum Ausschluss der Freizeitfischer aus den AWZ vorgebracht worden sind, entkräften, so dass jetzt der Schweinswal als (lächerliches) Argument herhalten soll. Somit ist das bisher ein Erfolg. Man schaut nicht tatenlos zu, sondern handelt und führt Gespräche mit den verantwortlichen Behörden. Der nächste Termin hierzu steht bereits fest und findet zeitnah statt.

      Im Anschluss daran wird es auch eine neue Veröffentlichung (Newsletter) zu den Ergebnissen dieser Gespräche geben.

      Das uns neues Ungemach droht, habe ich seit gestern Abend auch schriftlich. Leider darf ich diese Nachricht nicht veröffentlichen, habe die Mail aber auf meinem Smartphone und kann die heute Abend beim Stammtisch gerne vorlesen. Die Mail stammt aus dem BMEL. Zitat "Weitergehende Maßnahmen wie die Einrichtung von Schonzeiten und Schongebieten werden im Rahmen technischer Regelungen diskutiert, die gegebenenfalls auch auf die Freizeitfischerei ausgedehnt werden, sofern dies zum Schutze der Bestände erforderlich ist."

      Genauso liest sich eine Mail zum Baglimit, die ich 2014 aus gleichem Ministerium erhalten habe. Dort stand damals drin " Eine Einbeziehung der Freizeitfischerei in die Quotenregelung zum Bestandsschutz des Dorsches in der westlich Ostsee wird zur Zeit diskutiert". Das Ergebnis haben wir vorliegen... Da fällt mir doch das Wort "diskutiert" sofort ins Auge B60
      Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!


      SEA2
    • Die Nummer mit den Schweinswalen ist echt der Witz des Jahrzents!
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Tiere in der Ostsee jemals Hunger leiden müssen. Die verfügen über ein Sonar-System, dagegen sind unsere Fischfinder der reinste Elektronik-Schrott.
      Die Wale verrecken in Netzen, werden von U-Boot-Sonar verwirrt, geraten in Schiffspropeller...aber garantiert verhungern sie nicht, weil ihnen Angler die Fische weggefangen haben.
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